Einmal mehr wurde an der diesjährigen Mitgliederversammlung deutlich, dass die öffentliche Spitex Kanton Zug eine tragende Säule im Gesundheitswesen ist. Lokal vernetzt und gemeinwohlorientiert sorgte die Organisation auch 2025 dafür, dass Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf so lange wie möglich zu Hause leben können.
Die 17. Mitgliederversammlung von Spitex Kanton Zug fand am 5. Mai in der Baarer Rathus-Schüür mit rund 75 Teilnehmenden statt. Vorstandspräsident Andreas Blank führte speditiv durch den Anlass und blickte gemeinsam mit Geschäftsleitungsmitglied Esther Rüttimann auf das Geschäftsjahr 2025 zurück. Dank effizienzsteigernder Massnahmen – insbesondere im Bereich Digitalisierung – konnte die wirtschaftliche Situation im Vorjahresvergleich verbessert werden, wodurch die Jahresrechnung ausgeglichen abschliesst. Rund 280 Mitarbeitende kümmerten sich um mehr als 3’080 Kundinnen und Kunden im Kanton Zug. Es wurden durchschnittlich 700 Einsätze pro Tag in der Pflege, Hauswirtschaft und Betreuung geleistet und die Versorgung zuverlässig sichergestellt. Dies entspricht gesamthaft 238'500 Einsätzen, nahezu einer Viertelmillion. Der anhaltende Fachkräftemangel und ein umkämpftes Wettbewerbsumfeld führten zu einem Rückgang der Pflegleistungen. Dem gegenüber nahmen die Leistungen aus dem Bereich Hauswirtschaft und Betreuung aufgrund des steigenden Bedarfs zu.
Gesundheitsdirektor im Dialog
Den Auftakt des Anlasses bildete ein Gespräch mit dem Zuger Gesundheitsdirektor Andreas Hausheer, der sich den Fragen von Moderatorin Simone Wigger stellte. Er blickte zurück auf eine lebhafte Zeit seit seinem Amtsantritt im Oktober 2025, zu der auch ein Einblick bei Spitex Kanton Zug gehörte. Was ihn dabei sehr beeindruckt habe, sei die Fähigkeit der Spitex-Mitarbeitenden, kompetent und einfühlsam auf ganz unterschiedliche Situationen zu reagieren, die je nach Diagnose und Wohnsituation variieren. Er betonte, dass der Spitex mit ihrem umfassenden Angebot – etwa im Bereich der Palliativpflege – eine wichtige Rolle zukommt, angesichts einer alternden Gesellschaft und fehlenden Pflegebetten. Der Grundsatz «ambulant vor stationär» gewinne zunehmend an Bedeutung, weshalb die mobilen Dienste gestärkt werden müssten.
Stabsübergabe in der Geschäftsführung
Unter Applaus wurde die bisherige Geschäftsführerin Carina Brüngger verabschiedet. Während sieben Jahren begleitete sie die Entwicklung der Spitex Kanton Zug und setzte wichtige Impulse, darunter die EFQM-Zertifizierung im Jahr 2024. Als neuer Geschäftsführer wurde Serge Wilhelm vorgestellt, der die Führung der Organisation ab Juli übernimmt. Im Gespräch mit Moderatorin Simone Wigger betonte er seine Faszination für das Gesundheitswesen und seine Freude darauf, gemeinsam mit dem bestehenden Team die vielfältigen Herausforderungen im Spitex-Umfeld anzugehen.
Einen ausführlichen Rückblick auf das vergangene Jahr lesen Sie im Geschäftsbericht 2025.
Oben:
Gesundheitsdirektor Andreas Hausheer stellt sich den Fragen von Moderatorin Simone Wigger.
Mitte:
Vorstandspräsident Andreas Blank und Geschäftsleitungsmitglied Esther Rüttimann erläutern im Jahresrückblick das Tätigkeitsgebiet und die Standorte von Spitex Kanton Zug.
Unten:
Im Gespräch mit Simone Wigger wird der neue Geschäftsführer Serge Wilhelm dem Publikum vorgestellt. Er übernimmt die operative Führung am 1. Juli 2026.
