Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Anmeldung / Spitex-Leistung

Wie muss ich vorgehen um Spitex-Leistungen zu erhalten?
Für die Anmeldung bei Spitex Kanton Zug braucht es das mündliche Einverständnis von der Ärztin/dem Arzt. Anschliessend kann die Anmeldung elektronisch via online-Formular, per Mail oder telefonisch erfolgen.

Wie erhalte ich eine kostenlose Beratung über das Angebot der Spitex-Leistungen?
Senden Sie Ihre Kontaktdaten via Mail an Frau Margrit van Holten, Sachbearbeiterin Partner- und Kundenservice. Sie nimmt gerne mit Ihnen Kontakt auf für eine kostenlose Beratung. Mail 

Ich habe Fragen zu den hauswirtschaftlichen Leistungen. An wen muss ich mich wenden?
Senden Sie Ihre Kontaktdaten per Mail. Wir nehmen gerne mit Ihnen Kontakt auf. 

Kann ich die Einsatzzeit selber bestimmen?
Nach Möglichkeit gehen wir auf Ihre Wünsche ein. Da wir rund 660 Einsätze pro Tag leisten, kann es vorkommen, dass wir Ihre Wünsche nicht immer berücksichtigen können.

Warum befragt mich die Spitex-Fachperson?
Die Spitex-Organisationen müssen den Hilfe- und Pflegebedarf bei jeder Kundin/jedem Kunden sorgfältig abklären. Dies ist eine der gesetzlich vorgeschriebenen Bedingungen, damit die Krankenversicherung die Pflegekosten übernehmen kann. Für die Abklärung und Planung der Einsätze benützt Spitex Kanton Zug ein Computerprogramm (RAI-Home-Care).

Tarife / Finanzierung

Wie sind die Tarife?
Link zur Tarifübersicht

Warum wurde die Patientenbeteiligung per 1. Januar 2021 auf
20 % erhöht?

Die Zuger Einwohnergemeinden sind verantwortlich, dass für die Zuger Bevölkerung auch die Versorgung mit Spitex-Pflege sichergestellt ist. Damit müssen die Einwohnergemeinden auch dafür sorgen, dass die Finanzierung dieser Leistungen gewährleistet ist. Die 11 Zuger Einwohnergemeinden haben beschlossen, die gesetzliche Patientenbeteiligung per 1.1.2021 auf 20 % des kassenpflichtigen Betrages zu erhöhen (bisher 10 %).
Unverändert beträgt die gesetzlich maximale Belastung von CHF 15.35 pro Tag. Mit dieser Anpassung nähert sich der Kanton Zug den Belastungen anderer Deutschschweizer Kantone an. Im Vergleich zu den anderen Zentralschweizer Kantonen fällt die Patientenbeteiligung im Kanton Zug nach wie vor sehr moderat aus.

Ist nebst der Patientenbeteiligung auch der Selbstbehalt zu bezahlen?
Ja, die gesetzliche Patientenbeteiligung von 20 % (max CHF 15.35 pro Tag) muss jede Kundin/jeder Kunde selbst bezahlen. Dieser Betrag wird direkt von Spitex Kanton Zug verrechnet. 
Zudem muss die Kundin/der Kunde auch die Jahresfranchise sowie der gesetzliche Selbstbehalt von 10 % selber tragen. Dies wird via Leistungsabrechnung direkt von der Krankenversicherung abgerechnet.  

Gilt die Patientenbeteiligung für alle Personen?
Nein, Kinder und Jugendliche von 0 - 18 Jahren sind von der Kostenbeteiligung befreit.
Im Weiteren darf die Patientenbeteiligung nicht verrechnet werden, wenn die Spitex-Leistungen durch die Invalidenversicherung, die Unfallversicherung oder die Militärversicherung finanziert werden.
Bei Leistungen der Akut- und Übergangspflege darf ebenfalls keine Patientenbeteiligung verrechnet werden.

Wird bei Unfall auch eine Patientenbeteiligung verrechnet?
Nein. Bei den pflegerischen Leistungen, welche über die Unfallversicherung abgerechnet werden, wird keine Patientenbeteiligung erhoben. Bei der Anmeldung muss klar sein, welche Versicherung zuständig ist (inkl. Schadennummer und Datum des Unfalls).
Wenn der Unfall über die Krankenversicherung läuft, wird die Patientenbeteiligung erhoben.

Wann wird die Rechnung gestellt?
Jeweils in der zweiten Monatshälfte wird die Rechnung für den vergangenen Monat versandt.

Wieso erhalte ich eine «Kopie Klient Rechnung»?
Es gibt Kunden, welche Hauswirtschafts- und Betreuungsleistungen haben und zusatzversichert sind. Die «Kopie Klient Rechnung» benötigen sie für die Weiterleitung an die Krankenversicherung für die Rückerstattung. Aus Systemgründen können wir dies nicht auf einzelne Kunden anpassen und somit erhalten alle Kunden die «Kopie Klient Rechnung».

Wieso erhalte ich eine «Kopie Krankenkassenrechnung zur Info»?
Diese Kopie ist für die Kunden als Information gedacht, damit sie sehen, wie viel der Krankenversicherung für pflegerische Leistungen verrechnet wurde. Für einige Kunden auch für die Kontrolle der 20% Patientenbeteiligung. Kunden, welche nur Hauswirtschafts- und Betreuungsleistungen haben, erhalten keine «Kopie Krankenkassenrechnung zur Info», da dies direkt über den Kunden läuft. Aus Systemgründen können wir dies nicht auf einzelne Kunden anpassen und somit erhalten alle Kunden mit pflegerischen Leistungen die «Kopie Krankenkassenrechnung zur Info».

Kann man Rechnungen aufteilen (separat Hauswirtschafts- und Betreuungsleistungen, Frischmahlzeitendienst, Pflege)?
Ja, diese Möglichkeit besteht, jedoch gegen eine einmalige Pauschalgebühr von CHF 50.00.

Kann man per E-Bill, Dauerauftrag oder Lastschriftverfahren Rechnungen bezahlen?
Nein, dies ist aus Systemgründen aktuell nicht möglich. In der Zukunft möchten wir das anbieten, der Zeitpunkt ist jedoch noch offen. 

Wieso versendet Spitex Kanton Zug noch keine QR-Rechnungen?
Aktuell ist dies aus Systemgründen nicht möglich. Spitex Kanton Zug wird die QR-Rechnung jedoch fristgerecht im Verlaufe von 2022 einführen. 

Werden auch Leistungen ohne Einsatz bei Kundin/Kunde verrechnet?  
Ja, es handelt sich um notwendige administrative Aufgaben wie z.B. Erstellen von ärztlichen Aufträgen, Erstellen von Pflegeplanung oder Kontakt zu externen Diensten wie Hausärzte und Ambulatorien.

Werden die Hauswirtschafts- und Betreuungsleistungen von der Krankenversicherung übernommen?
Falls versichert werden die Hauswirtschafts- und Betreuungsleistungen ganz oder zum Teil von der Zusatzversicherung übernommen. Fragen Sie am besten bei Ihrer Krankenversicherung nach.

Was ist ein «vergeblicher Besuch» und wann wird er verrechnet?
Ist die Kundin/der Kunde zu dem vereinbarten Zeitpunkt nicht zu Hause oder wurde der Termin nicht 24h im Voraus abgesagt, verrechnet die Spitex Kanton Zug eine Pauschale von CHF 50.00. 
Bei unvorhergesehenen Notfällen wie z.B. Spitaleintritt oder Ähnliches erfolgt keine Verrechnung. Diese Pauschale wird nicht von der Krankenversicherung rückerstattet.

Restfinanzierung bei Kunden/-innen aus anderen Kantonen
Aufgrund der neuen Gesetzgebung seit 1. Januar 2019 braucht es keine Kostengutsprache des Wohnsitzkantons mehr. Es gelten automatisch die anerkannten Pflegekosten des Standortkantons analog den dort wohnhaften Personen.

Finanzierung bei Kunden/-innen aus dem Ausland
Kundinnen und Kunden mit Wohnsitz aus EU und EFTA Ländern können den Krankenkassenanteil möglicherweise über die Gemeinsame Einrichtung KVG www.kvg.org verrechnen. Die Abklärung des Anspruches muss durch die Kundin/den Kunden selber gemacht und der Spitex Kanton Zug mitgeteilt werden. Die übrigen Kosten (Restfinanzierung) werden der Kundin/dem Kunden verrechnet. 
Für Kundinnen und Kunden mit Wohnsitz ausserhalb der EU und EFTA Ländern geht die Rechnung (KLV-Tarife, Patientenbeteiligung und Restfinanzierung) direkt an die Kundin/den Kunden. 

Wer hat Anspruch auf finanzielle Zusatzleistungen der Ausgleichskasse?
Pflegebedürftige Personen haben unter besonderen Voraussetzungen Anspruch auf finanzielle Zusatzleistungen der Ausgleichskasse. Mehr Infos